Das “Inside-Out” Haus

“Inside-out (adj) : verkehrt herum”. Passt schon irgendwie, die Übersetzung. Bei dem “INSIDE OUT” von TAKESHI HOSAKA architects ist wirklich irgendwie alles verkehrt herum. Die Fenster die einen vor dem “draußen” schützen sind nämlich nicht in den Außenwänden angebracht, sondern beschützen nur das Innerste, die Wohnräume. Das mag auf den ersten Blick seltsam daher kommen, ggf. auch den zweiten und dritten, bringt aber auch eine große Verbundenheit mit der Natur außerhalb mit sich. Man wohnt quasi draußen in der Natur ohne der Natur komplett ausgesetzt zu sein, und immer noch in seinen eigenen vier Wänden.

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Der Aufbau des Hauses ist zu Beginn nicht wirklich klar. Ein Betonklotz steht in mitten eines Betonwürfels mit vielen Öffnungen. In den Wänden und im Dach. Auf dem Betonklotz befindet sich das Wohnzimmer und die Küche, in dem Klotz Schlafzimmer und Toilette sowie der Flur. Neben dem Klotz befindet sich die Treppe nach oben. Dieser Bereich ist nicht von Wänden umfasst, sondern von großen Glassschiebetüren. Ein weiterer, kleinerer Klotz befindet sich daneben, in der anderen Ecke des äußeren Würfels. Darin befindet sich das Bad. Darauf eine Art Balkon mit einer Leiter die durch ein Loch im Dach auf selbiges führt.

Wenn es regnet regnet es ins Haus. Ist es windig ist es windig im Haus. Der Wohnbereich über dem Klotz kann mit Fenstern vor dem Wetter geschützt werden. Die Gänge im Würfel beherbergen Pflanzen. Außen hört nicht an den Außenwänden auf, sondern fließt ungebremst ins Innere. Vögel fliegen durch das Haus. Eine der Pflanzen wächst schon bald so hoch das sie durch eine Öffnung auf dem Dach nach Außen reicht.

Der Videorundgang durch das Haus öffnet für vieles die Augen. Vor allem dafür wie man mit der Natur im Einklang leben kann. Schönes Ding das.

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