Archive for: September 2013

Tatami 2.0

Die Land Peel ist ein Projekt von Shin Yamashita. Das Projekt hat die traditionelle Tatami neu durchdacht, und damit extrem Minihauskompatibel gemacht.

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Tatami ist eine Matte aus Reisstroh, die in Japan als Fußboden in Washitsu (traditionell gestalteten Zimmern) verwendet wird.
Via Wikipedia

Die Land Peel kann in verschiedensten Wegen zu kleinen Helfern umgebaut werden. Ob es nun ein Sitz ist, ein kleiner Tisch, eine Ablagefläche. Einfach einen Teil des Bodenbelages “abschälen” (engl. to peel) und damit die gewünschten Möbel bauen.

Ein interessantes Konzept das gerade bei Minihaus Besitzern gut ankommen könnte. Einen Raum in der Größe planen und ihn als Multifunktionsraum nutzen. Oder aber im Minihaus nicht nur das Bett in einem Loft mit halbhoher Raumhöhe planen, sondern noch einen Raum der mit dem Land Peel ausgestattet ist. Ggf. mit Regalen an drei Seiten als moderne Minihaus Bibliothek? Was meint ihr?

Gästehaus-Würfel

Ein schönes, würfelförmiges Gästehaus. Zwei davon, beim zweiten das Bad gegen ‘ne offene Küche mit Wohnzimmer austauschen.

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Das Haus hat ein wenig mehr als 40 qm Wohnfläche. Es ist als Gästehaus geplannt und besitzt nur ein Bad und einen Schlafplatz. Das aber in schön. Ggf. auch ne Idee das Teil als Schlafflügel zu nutzen und unten noch einen Raum anbauen für Küche und Wohnzimmer. Was echt schön ist das eine Treppe anstatt einer Leiter eingebaut wurde.

Grundriss

Grundriss

Minihaus für eine Familie?

“Big enough to start a Family?” fragt sich Tiny House Talk und stellt das Sweat Tea Haus vor. Ein Haus das laut eigenen Aussagen ein Haus für einen mit Platz zum ausbauen ist. Die Frage ist ja wie Pad (Portland Alternative Dwellings) da das Wort Familie definiert.

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Ich meine, der Plan zeigt echt ein großes Haus, im Vergleich zu anderen Kleinsthäusern. Aber Platz für eine Familie? Gut, wenn zwei Personen, also ein Paar als Familie definiert wird, okay, aber definiert man so Familie?

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Ich nicht. Für mich ist eine Familie ein Paar und Kind/er. Oder eben auch ein Erwachsener plus Kind/er. Nur eben gerade nicht das Paar. Nichts desto trotz glaube ich das der Platzbedarf für ein Konstrukt das sich Familie nennt immer anders definiert wird. Ich brauche zwei Schlafbereiche. Mindestens. Aber was hier mal besonders ist, und was das Teil erwähnenswert macht ist die richtig groß angelegte Küche. Und das Duschbad. Angucken lohnt sich also.

Bauen mit Containern

Eine Dokumentation der Deutschen Welle. Sollte man sich anschauen, ist auch nicht so lang.

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Seit Mitte der 80er Jahre bauen immer mehr Architekten mit Containern. Mittlerweile entstehen nicht nur temporäre Bauten als Notlösungen, sondern ganze Wohnhäuser aus Fracht- und Baucontainern – Gebäude-Unikate aus industriellen Massenprodukten.Immer öfter greifen Architekten auf Container zurück. Han Slawik ist Architekt und emeritierter Professor für Architektur in Hannover. 1986 gewann er den niederländischen Wettbewerb „Temporäres Wohnen” mit seinem Entwurf „Campus”: einem de- und remontablen Wohnhaus aus Seecontainern, das 1992 in der spanischen Küstenstadt Almeria realisiert wurde. Der Entwurft gilt als die Initialzündung für Containerarchitektur in Europa. Zu den berühmtesten Bauten gehört heute die „Container City” in den Londoner Docklands, seit 2002 eine begehrte Wohnanlage vor allem für Künstler und Kreative; und der 2006 errichtete „Freitag Flagship Store”, Wahrzeichen und repräsentativer Verkaufsraum der Firma Freitag in Zürich. Das Gebäude mit Aussichtsturm wurde aus siebzehn gebrauchten Frachtcontainern aufgetürmt. Während in den Anfängen Container-Häuser nur temporär genutzt und nach kurzer Zeit wieder abgebaut wurden, werden heute immer öfter permanente Bauten mit Containern erstellt. Im Vergleich mit herkömmlichen Rohbauten bieten sie einige Vorteile: Die Kosten liegen bis zu 40 Prozent unter denen anderer Baustoffe. Die Container sind als mobile Bausteine einfach de- und remontierbar und können als Module wiederverwendet werden. Nach Ablauf der gesamten Nutzungsdauer kann der Stahl als Rohstoff recycelt werden. Bauen mit Containern ist also nachhaltiges Bauen. Außerdem sind Häuser aus Containern oder mit Container-Elementen Hingucker und werden mit modernen Attributen assoziiert: Mobilität, Weltoffenheit, Reisen und Kreativität. Aus einem Container als Massenprodukt entsteht durch spezifische Reihung und Stapelung ein Gebäude-Unikat.

We the tiny house people

Die Dokumentation die bei mir eigentlich alle Hebel final umgelegt hat. Zum einen diesen Blog zu starten,  und zum anderen alles darauf aus zu richten sich zu verkleinern, nicht mehr dem Anhäufen von Dingen zu fröhnen und sich über die Konsequenzen seines Konsums klar zu werden.

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Die Dokumentation zeigt einen Schwung Bewohner von Kleinsthäusern und beleuchtet ihre Motivation.

Und? Was haltet ihr von der Dokumentation. Habt ihr die Zeit gefunden die zu gucken? Nehmt ihr sie euch noch?

Kleines Japan

Über die kyoushou jyuutaku, kleine, schmale, meist hoch gebaute Häuser in Japan habe ich schon mehrmals geschrieben. Japan gilt mit seinem eigenen Stil als wegweisend für Urbane Mikrohäuser.

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Der amerikanische Sender ABC hat sich ein paar der Mikrohäuser näher angesehen. Da sollten auf jeden Fall ein paar Ideen entstehen die man auch bei sich Zuhause umsetzen kann.

Freeland Almere

Ich plane ja zur Zeit unsere Wohnbu.de, ein kleines Haus für eine Familie mit 2 Kindern. Leider stoße ich da sehr oft auf Probleme die nichts mit dem Haus an sich zu tun haben, sondern mit Bauregulierungen. Was man bräuchte wäre ein Stück Land auf dem man bauen kann wie man will (soweit architektonisch korrekt) ohne das man sich an Vorgaben von Städten oder den Nachbarn halten muss.

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Freeland ist so ein Stück Land. Die strukturarme Stadt Almere, östlich von Amsterdam, hat 2011 in Zusammenarbeit mit MVRDV so ein Konzept entwickelt. Das Konzept ist genau so einfach wie genial. Jeder darf so leben und bauen wie er will, solange er nicht das/die Grundstück/e der Nachbarn überbaut. Ob es nun Zelt, Jurte, Wohnwagen, Strohhaus, Earthship, Containerhaus oder was auch immer ist. Einzig um Strom und Wasser/Abwasser muss sich selbst gekümmert werden. Auch die Straßenanbindung und der Grünanteil ist Bewohnersache. Ausserdem hat jedes Grundstück an den Rändern Platz zu lassen auf dem Straßen gebaut werden können damit alle Grundstücke angebunden werden können.

Wie weit das Projekt über die Planungsphase heraus ist kann ich nicht sagen. Ich habe jedoch die Stadt Almere angeschrieben um weiteres zu erfahren. Vor allem auch wie man an ein eigenes Stück Land kommt.

10qm für eine Person

10 qm reichen für eine Person. Das dachten sich zumindest das Schwedische Architektur-Büro Tengbom die das Haus für Studenten entworfen haben. Vier davon mit einem überdachten “Innenhof”? Und sofort würde das Teil auch für Familien Sinn machen. Einfach die vier Häuser Front an Front zusammen stellen und die Vordächer so verlängern das sie den kompletten Innenraum überdachen. Ggf. auch schön ein Glasdach das man öffnen kann für den echten Innenhof-Flair.

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Da nicht jeder der vier “Flügel” dann einen Wasseranschuss, sowie Bad und Küche bräuchte würde das auch den Geldbeutel ein wenig schonen. Zwei Flügel als Kinderzimmer, einer genau so wie er ist, Küche, Bad und Gästebett sowie Aufenthaltsraum.

Das andere dann mit Doppelbett unten als Schlafzimmer und die Fläche oben die normal das Bett beherbergt als Sitz-Büro. Heißt: Beine hängen runter in den Raum, Schreibtisch wird an die Empore montiert. Dahinter noch ein paar Kommoden, die im Sitzen echt super Schränke ergeben :)

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Mehr Bilder bei Humble-Homes.com

Schmales Haus ist schmal – Nummer 2 – es geht noch schmaler

Kleine Häuser. Hatten wir schon einige. Auch schmale. Aber ein so schmales Haus, noch nicht wirklich. Gerade mal 1,20m breit ist dieses Haus aus Polen an der breitesten Stelle. 72cm (aufgerundet) an der schmalsten.

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Was lernen wir daraus? Es sollte kein Problem sein ein Haus aus schmalen Räumen zu planen, wenn wir zum Beispiel Container als Grundlage nehmen. Durch gutes Raummanagement kann ohne Probleme ein bewohnbares Konzept entstehen. Und eines ist ganz wichtig. Wir brauchen keine großen Räume bei denen wir Container nebeneinander stellen und miteinander verbinden. Kleine Räume haben viele Vorteile. Zum Beispiel wenn man sie heizen muss. Und wir können uns immer sagen das es da noch andere gibt die viel schmalere Räume haben wenn mal was nicht passt was wir gerne hätten. :)

Unter der Erde

Container, Schiffe, Hütten im Wald oder auf dem Berg. Wo kann man nicht überall sein Heim bauen? Wie wäre es denn mit ein paar Metern unter Londons Crystal Palace Parade.

Crystal Palace Parade.

Laura Clark, eine in London lebende Architektin, hat nach jahrelangen Sitzungen mit der Stadt, die geschlossenen unterirdischen Toilettenräume zu ihrem kleinen Domizil umgebaut. 55 qm Wohnfläche sind entstanden. Sogar ein kleiner Garten entstand. Ein Beweis das wirklich fast alles zu einem Mikroheim werden kann.

underground

Weniger ist mehr

Kennt jeder, jeder schon mal gehört. Aber wie viel weniger ist denn mehr. Reicht es einfach weniger zu kaufen, oder muss man ausrümpeln? Reicht ggf. so wenig?

Nun, ich muss zugeben das mir das schwer fallen würde. Ich habe zwar auch schon mal kräftig aufgeräumt, mein Bücherregal von vielen Büchern entlastet, aber alleine meine Sachbücher nehmen ein fast ein Regal ein, und natürlich habe ich auch noch ein paar andere Bücher die ich nicht durch digitale Kopien ersetzen kann. Für alle anderen Bücher hab ich jetzt meinen Kindle, der braucht keinen Platz und liest sich wie ein Buch. Und dann sind da ja auch noch die Brettspiele die bei mir ein eigenes Regal haben. Und 7 T-Shirts? Bitte?

Natürlich kann man darauf hin arbeiten nach dem Leben mit den Kindern im Haus ein viel minimalistischeres ohne die Kinder zu führen. 4 mal 4 Meter, mehr braucht zum Beispiel Anne Donath, wie dieser kurze Bericht zeigt:

Ja, weniger ist mehr. das sehe ich ein. Ich weiß nicht auf wie viel weniger man runter kann. Es ist auf jeden Fall viel Nachdenken wert.

Danke an Irka, die mir nicht nur das Buch, sondern auch das Video über Anne Donath empfohlen hat. Beide male hatte ich Lust das Buch zu bestellen, warum es dazu nicht gekommen ist weiter unten…

Unterstützt Wohnbu.de

Falls ihr euch überlegt das angesprochene Buch oder einen Kindle zu besorgen könnt ihr das auch über die hier eingebundenen Links tun. Für euch entstehen keine Mehrkosten und die Wohnbu.de-Redaktion (aka. ich und meine Frau) bekommen ein wenig finanzielle Unterstützung für unsere Arbeit hier.

Bei Interesse, ich besitze den einfachen Kindle mit 15 cm E Ink-Display und WLAN den es zum Stand des Artikelerstellens für 49€ zu kaufen gibt. Das einzige was mann so noch braucht sind ein paar ebooks und Licht. Wer eingebautes Licht haben möchte muss tiefer in die Tasche greifen. 129€ kostet der Kindle Paperwhite mit 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung und WLAN Da leutet der Bildschirm. Was natürlich auch mehr Strom verbraucht. Ich hab mir für 1,50 eine Leselampe mit 2 LED besorgt, reicht für mich.

Das Buch Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann: Bericht über ein einfaches Leben von Anne Donath ist ein ganz seltsamer Fall. Es wird nur als Feststoff-Buch vertrieben. Nicht als eBook. Der Grund warum ich mir das Buch noch nicht zugelegt habe, obwohl es mir nahe gelegt wurde und mich echt anspricht. Ich beobachte es, kaufe es aber nur wenn es nicht-stofflich daher kommt. Da bin ich hart. Nur noch Sachbücher werden in stofflicher Form gekauft.


Der Wohnwürfel

Ein Zentralelement. Hatten wir ja schon lange nicht mehr. Dieser Wohnwürfel ist auch ein wenig anders als die bereits vorgestellten. War das Konzept des Zentralelements alle Möbel in einem Element in der Mitte des Raumes zu vereinen ist es hier ein wenig anders gelagert. Der Wohnwürfel macht sich am besten an einer Wand.

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Der Wohnwürfel ist dabei oben Bett/Aufenthaltsfläche, darunter Stauraum in verschiedensten Ausführungen. Kleiderschrank, Aufbewahrung, alles in einem.

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Der Platz in dem Würfel ist vom Designer als Stauraum geplant. Kann man machen. Interessant finde ich das Teil jedoch zu aller erst zur Nutzung in Kinderzimmern. Zwei Stück davon an die beiden Wände eines Raumes, in die Würfel dann ein Schreibtisch und nen Sessel, zum mal alleine sein können. Fertig ist das Zimmer im Zimmer Konzept bei dem der große Raum zum Spielen und Schlafen genutzt wird, aber jeder noch seinen eigenen “Raum” hat in den er sich zurück ziehen kann.