Archive for: November 2014

ProjektB – Der Meeting/ Wohnbereich

Das “Wohnzimmer”. Der Bereich in dem ich mit Kunden über das Projekt spreche, mit Freunden einen Kaffe trinke oder einfach nur abhänge wenn ich über einem Problem grüble. Das ist der Bereich der mir noch am wenigsten klar ist. Zum einen ist interessant wie viel Platz ich dafür haben werde, zum anderen kommt es stark darauf an was ich an Material bekomme. Der Bereich wird nämlich mit Paletten gebaut. Und die muss ich erst mal bekommen. Und dann gucken wie viele, welche und wie groß die sind. Ich sollte aber genug bekommen können, auch wenn ich ggf. darauf warten muss.

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Über Palettenmöbel habe ich ja schon mehrfach berichtet. Für das Büro habe ich aber noch ein mal Pinterest und co. durchstöbert, und möchte hier ein paar Sachen vorstellen die recht sicher von mir gebaut werden. Einen Palettentisch baue ich gerade schon. Der wird aus eine halben Europalette (okay, billige Palette, keine Europalette, aber gleiche Größe) gebaut. Die Palette stand auf dem Sperrmüll, wahrscheinlich wurde darauf ein Waschmaschine, ein Kühlschrank oder ähnliches geliefert. Die Palette wird von den unteren Brettern befreit und auf eine OSB Platte in der gleichen Größe (stand dabei) geschraubt. In die Zwischenräume kommen Dachlatten (Überreste aus meinem Fundus). Das ganze Teil wird geschliffen und gebeizt, auf die Abstellfläche wird mit verschiedenfarbiger Beize ein Bild gezeichnet, ggf. noch eine Pleziglassplatte drauf, da bin ich mir aber noch nicht sicher. Darunter entweder Rollen oder Möbelfüße, kommt darauf an was ich noch dazu baue (Höhe)

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Verdunklung durch Palettenbretter. Das kommt zum einen darauf an wie sehr die Sonne auf den Fenstern steht, und zum anderen wie viel Palettenholz ich letztendlich habe. Könnten passend gebeizt schön zu den Palettenmöbeln passen. Und sind leicht her zu stellen. Bretter von den Paletten, Loch rein, beizen, Haken dran und aufhängen.

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Barhocker. Ich hab meinen Hauptarbeitsplatz an meinem Stehschreibtisch, und auch wenn da groß STEH am Anfang steht ist sitzen manchmal gar nicht so schlecht. Wenn der nicht genutzt wird kann der immer noch als Deko an der Seite stehen, ggf. mit ‘ner Blume drauf. Oder anderer Deko. Und passt, wenn passend gebeizt, zu den anderen Möbeln.

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Sitzbank. Hier kann ich ggf. noch ein wenig Nacharbeiten. Zum einen ist dich Chance groß das ich nur drei Bretter tief werde. Mit den eingesparten Teilen kann ich dann Querstreben machen die zum einen mehr Stabilität geben, zum anderen zusätzlichen Stauraum.

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Alternativ finde ich ja das hier noch schön. Dafür müsste man aber passende Stühle finden, und das ist gar nicht so einfach. Damit es zum Rest passt würde ich die Sitzfläche aus einem Stück Palette machen und die Stühle passend beizen.

Wie gesagt, der Teil ist noch der ungeplanteste Teil, da ich dafür echt wissen muss wie groß der Raum letztendlich wird. Aber das sehen wir ja am Montag.

ProjektB – Die (Kaffee)-Küche

Küche. Ja, sowas brauchen wir eigentlich im Büro nicht. Aber zum einen habe ich hier einen riesigen Hängeschrank, in den ich ja nicht nur Kaffeetassen und Teller stellen muss, zum anderen gehört das schon in eine Wohnung. Und mittags mal was zum Essen kochen/warm machen find ich jetzt auch interessant. Ausserdem habe ich (noch) keine Kaffeemaschine, sondern nur einen Espressokocher, und dafür brauche ich dann ja sowieso eine Platte, dann können wir da auch direkt eine Küche drum bauen.

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Als Grundlage werde ich eine klassisch Küche nutzen. Weiß, schlicht. Und perfektes upcycling. Die sollte nämlich auf den Sperrmüll und ist auf dem Weg in meinem Keller gelandet. Wie oben auf dem Bild zu erkennen besteht die Küche aus einer Spüle. Mehr Platz habe ich auch nicht. Ein Meter breit, daneben kommt noch ein Kühlschrank den ich mir gebraucht besorgen werde. Damit sind wir dann auf 1,50m angekommen, mehr ist nicht eingeplant. Gekocht wird auf einer Doppelplatte zum aufstellen, die normal im Schrank ihren Platz findet. Die Küche kommt in eine Ecke des Büros, an die Wand direkt in die Ecke. Daneben dann, zum Raum hin, Der Kühlschrank. Der Kühlschrank wird entweder Einbaukühlschrank in Höhe der Spüle oder höher, mit Gefrierfach. Dann aber 1,20m-1,40m Höhe maximal.

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Da drüber kommt dann der 1,50m breite Wandschrank. Heißt wir haben einen Wandblock aus Spülenschrank, Kühlschrank und Hängeschrank. Damit die Küche sich mehr von dem Büro abtrennt wird ein Boden (PVC oder Laminat?) unter der Küche gelegt, der ihn auch optisch abtrennt. Gegenüber der Küche kommt eine Trennwand hin. Diese jedoch nicht massiv, oder Rigibs wie bei den Arbeitsplätzen, hier werden zwei Lacktische von Ikea (die Quadratischen) aufgestellt, darauf ein Expeditregal mit 2 mal 2 Fächern. Diese können mit farbigen Stofffächern gefüllt werden.

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Dröna nennen die Schweden diese Fächer. Und die werde ich mich am Wochenende in echt angucken. Ich habe jetzt schwarze im Büro, will jedoch die Küche farbig noch überarbeiten. Und da die Fächer in der Trennwand zur Küche platziert werden sind sie natürlich auch teil des Farbkonzepts der Küche. Eine Möglichkeit wäre es die Türen in der gleichen Farbe wie die Fächer mit Folie zu bekleben oder zu streichen. Eine andere Idee wäre es die Türen in der Küche mit Palettenholz zu bekleben/schrauben. Das Holz könnte dann in einer passenden Farbe gebeizt werden. Dafür muss ich aber erst mal die Farben sehen.

Option Zwei macht vor allem Sinn wenn man weiß das ich den Meeting/Wohnbereich aus Palettenmöbeln machen will, die ich selber baue. Man würde das Stilmittel also wieder aufgreifen. Darüber dann aber im nächsten Post zum ProjektB. Wahrscheinlich morgen dann. Am Montag gehts dann ans ausmessen, Vertrag unterschreiben, wissen was noch gemacht werden muss und fertig planen. Ick freu mir.

ProjektB – Der Arbeitsbereich

Gestern habe ich mich hin gesetzt und das Büro grob geplant. Ich habe die finalen Masse des Büros noch nicht, weiß auch nicht was ich noch machen muss. Aber da das Büro 20qm groß wird und fast Quadratisch ist bin ich mal von 4m x 4m ausgegangen, das sollte passen. Am Montag dem 01. Dezember weiß ich mehr. Ich werde das Büro in mehrere Teile unterteilen, Wohninseln Quasi, nur das ich das Büro nicht zum Wohnen, sondern zum Arbeiten nutzen werde. Aber das ist bei Freelancern, Selbstständigen und Künstlern ja sowieso immer irgendwie das selbe. Die Idee ist aber ja das das Büro eingerichtet ist als könnte es auch eine Singlewohnung sein.

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Der Arbeitsbereich, den Teil des Büros der Zentral für die Funktion ist, wird aus meinen bestehenden Möbeln zusammen gestellt. Und wichtigster Teil wird mein Stehschreibtisch, den ich aus zwei Schreibtischen von Ikea zusammen gehackt habe. Ich werde den noch um eine Rückwand aus Gipskarton, auch als Rigips bekannt, erweitern den ich mit einer schicken Tapete beziehe. Der Stehschreibtisch wird mein Haupt-Arbeitsplatz. Dort schreibe ich dann auch diese Posts :) Hinter der Rückwand werde ich einen weiteren Arbeitsplatz aufbauen. Ein Schnittarbeitsplatz für alle Sachen die mit Film zu tun haben. Zum Rest des Raums wird diese Kombination dann mit einer weiteren Rigipswand abgetrennt. Die beiden Rigipswände stehen dann in T-Form zueinander und an der Aussenwand wird ein weitere Schreibtisch platziert der multifunktional genutzt werden kann (Essen, Arbeiten, Basteln, usw.) Hinter dem Schnittarbeitsplatz werden meine Bücherregale platziert, daneben Deckenhoch zwei gestapelte Ikea-Schubladenschränke die für mein Equipment gedacht sind. Die kompletten Möbel sind aus der gleichen Serie (Hemnes) wie der Stehschreibtisch, es wird also alles in Dunkelbraun gehalten sein.

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Morgen stelle ich euch dann den Teil vor der das wichtigste Gerät im kompletten Büro beinhaltet. Die Küche mit der Kaffeemaschine. Obwohl ich ja überlege gar keinen Kaffee zu kochen, ausser es kommt Besuch.

Neues Büro

Es ist soweit, ich habe per Mail das Okay bekommen, am 1.Dezember werden Verträge unterschrieben. Meine Produktionsfirma “MicroRebels Productions” bekommt ein neues Büro, und damit auch Wohnbu.de

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Meine Kinder sind jetzt so groß das es Zeit wird das die beiden ein eigenes Zimmer haben. Vor allem der Große will halt manchmal nach der Schule einfach erst mal seine Ruhe haben. Deshalb bekommt der Ende des Jahres mein altes Büro als Kinderzimmer und ich ziehe nach Krefeld in die Stadt um. :) Ich ziehe mit meinem Büro ins Samtweberviertel, genauer ins Pionierhaus. Meine Büronachbarn sind DJs, Produzenten, Näher, Übersetzer, Designer, Autoren und vieles mehr, ein buntes, multikulturelles durcheinander von Kreativen.

Folge Georges Pinnwand „Büro“ auf Pinterest.

Da das Büro groß ist, zumindest verglichen mit dem jetzigen Büro und dem was so mancher hier verlinkte Hausbesitzer als komplettes Haus besitzt, habe ich mir überlegt aus dem Büro mehr zu machen. Ich brauche vor allem Stauraum für mein Equipment und ein paar Arbeitsplätze an denen ich die verschiedenen Sachen machen kann. Ein Schnittplatz, einen Platz an dem ich schreibe und einen an dem ich planen, designen und basteln kann. Und dafür habe ich im neuen Büro mehr als genug Platz. Deswegen mache ich das Büro, frei nach einem Werbeslogan eines Baumarktes “zu meinem Projekt”. Für den Blog hier. ProjektB quasi, da B=Büro und Projekt A ist ja immer noch das Containerhaus. Es wird also ab sofort regelmässig Berichte über das “ProjektB” geben. Das Pinterest Ding habe ich angelegt um Inspirationen zu sammeln. Neben den Möbeln die ich schon besitze werde ich nämlich vieles andere aus Paletten basteln wollen. Das Komplete Büro wird wie eine Wohnung aufgebaut. Arbeitsecke, Wohnzimmer/Besprechungsplatz, Küche. Einzig eine Toilette werde ich dort nicht einbauen, die ist direkt die Türe raus, gegenüber. Es ist also das perfekte Beispiel für einen Raum in einem Haus der als Wohnung eingerichtet wird, oder eine Wohnung in einem Haus das nur aus einem Zimmer besteht. Ausserdem ist es das perfekte Projekt um viele große und kleine Dinge zu bauen und, schliesslich bin ich Filmemacher, auch Audio-visuell zu dokumentieren.

Leben auf kleinem Raum

Wohnungen und Häuser werden immer größer, Familien immer kleiner, ein Großteil der Menschen lebt alleine. Jeder braucht seine “Freiräume”, Platz den anderen aus den Weg zu gehen. Ich weiß nicht ob das miteinander zusammen hängt, es gibt natürlich auch Werte die nur zueinander zu passen scheinen, aber eines ist klar. Wer den Platz braucht um dem anderen aus den Weg zu gehen sollte sich ggf. darüber Gedanken machen ob er mit der richtigen Person zusammen lebt. Und ich will damit nicht sagen das er das nicht tut. Es gibt bestimmt gute Gründe sich aus dem Weg zu gehen. Arbeiten zu Hause, unterschiedliches Hobbys, Morgenmuffel und Frühaufsteher die zusammen wohnen. Alternativ kann man natürlich zum Tel auch Rücksicht auf den anderen nehmen, was jedoch nur zum Teil machbar ist.

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Chris und Malissa zum Beispiel sind in ein 13qm großes Haus gezogen. Mach der Schule gingen sie zur Uni. Diese ist natürlich nicht um die Ecke, weswegen sie automatisch in ein Mietverhältnis rutschten. Von da dann in ein Appartement, dann zusammen in eine kleine Wohnung. Immer mit großen Kosten verbunden und ohne Sicherheit. Modernisierung, Reparaturen, all das konnte die Miete erhöhen, und die alternative war nur eine andere Wohnung, wieder ohne Sicherheit. Dafür aber mit hohen Kosten verbunden. Kosten mit denen sie sich heute ihr Kleinhaus leisten können. Ein Haus das ihnen gehört, das beweglich ist.

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Das Bild oben zeigt zwei Häuser. Das eine aus den 50ern, das andere aktuell. Beide sind die Durchschnittsgröße aus der Zeit. Und Familien werden eher kleiner als Größer. Im Schnitt. In Deutschland sieht das nicht anders aus. Häuser die heute gebaut werden sind groß, haben viele Räume die teilweise nur ein paar Mal im Jahr genutzt werden.

Auch wir sind von einem Haus mit 6 Zimmern und über 130 qm in eine Wohnung mit vier Zimmern und knapp unter 80qm umgezogen. Auch wir waren und sind noch in den “Mietfalle”. Mein Büro muss bald dem zweiten Kinderzimmer weichen, weswegen ich ein externes Büro suche. Denn Arbeiten zuhause funktioniert wenn man auf einander Rücksicht nimmt. Das machen Kinder aber nicht. Und sollen sie auch nicht müssen. Es ist ja nicht so das sie stören, die spielen halt nur, was dann stört. Alternativen gibt es viele, Coworking zum Beispiel, solange man nur eine Notebook zum Arbeiten braucht. Ich habe jedoch Equipment (Kameras, Schnittrechner, große Monitore, Stative, Kamerakran…uvm) das untergebracht werden muss, weswegen das für mich nicht funktioniert.

Ein weiteres Problem ist ein kleines Stück Land zu finden das bezahlbar ist und die Bebauung mit einem Containerhaus erlaubt. Da haben die meisten Gemeinden nämlich eher was gegen als es gut zu finden. Trotzdem werden wir weiter suchen. Um uns noch weiter verkleinern zu können, auf noch kleinerem Raum. Weil es, solange man Rücksicht aufeinander nimmt, nämlich möglich ist, Sinnvoll ist und weniger Arbeit bedeutet. Das es besser für Umwelt und den ökologischen Fingerabdruck ist mal ausser Acht gelassen.