Category: Containerhaus

Tiny House anstatt Container

Tiny Houses sind in Deutschland rechtlich nicht so durchführbar wie in den USA. Das “Wir bauen das Haus auf Rädern, damit wir so bauen dürfen” gibt es halt hier nicht. Deswegen habe ich damals angefangen nach Containern als Rohbau zu recherchieren. Und ja, es gibt Containerhäuser. Aber auch die müssen extra genehmigt werden. Und in den letzten Wochen stellt sich mir immer mehr die Frage ob es nicht besser wäre “traditioneller” zu bauen, aber halt in kleiner. Einem Mitarbeiter der Baugenehmigung klar zu machen das das Haus ein einfaches, z.B. Backsteinhaus ist, oder ein Finnisches Blockhaus, nur halt mit viel weniger qm erscheint mir einfacher.

TinyHouse

Und wenn man sich dann die klassischen Tiny Houses anguckt, ich habe mal als Beispiel eines im Video weiter unten, dann kommt man schnell auf die Idee das man das auch recht einfach so als z.B. Backsteinhaus bauen könnte. Ohne den Trailer, aber in der Größe (oder halt ein wenig größer). Dann ist natürlich die Frage offen wie klein man ein Haus bauen darf. Da gibt es doch bestimmt auch Regeln für in Deutschland, oder? Weiß da jemand was? Das Haus im Video z.B. hat noch nicht mal 13qm Grundfläche…

Dreistöckiges Haus auf dem Wasser. Die Zukunft?

Die Londoner Architekten von carl turner architects haben für die Open Source Plattform Paperhouses (die ich mir mal genauer ansehen muss) ein Haus der Zukunft geplant. Das Dreistöckige Haus ist als Haisbot geplant, die oberste Etage ist unter freiem Himmel. Alles ist sehr minimalistisch, kühl gehalten.

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Leben auf kleinem Raum

Wohnungen und Häuser werden immer größer, Familien immer kleiner, ein Großteil der Menschen lebt alleine. Jeder braucht seine “Freiräume”, Platz den anderen aus den Weg zu gehen. Ich weiß nicht ob das miteinander zusammen hängt, es gibt natürlich auch Werte die nur zueinander zu passen scheinen, aber eines ist klar. Wer den Platz braucht um dem anderen aus den Weg zu gehen sollte sich ggf. darüber Gedanken machen ob er mit der richtigen Person zusammen lebt. Und ich will damit nicht sagen das er das nicht tut. Es gibt bestimmt gute Gründe sich aus dem Weg zu gehen. Arbeiten zu Hause, unterschiedliches Hobbys, Morgenmuffel und Frühaufsteher die zusammen wohnen. Alternativ kann man natürlich zum Tel auch Rücksicht auf den anderen nehmen, was jedoch nur zum Teil machbar ist.

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Chris und Malissa zum Beispiel sind in ein 13qm großes Haus gezogen. Mach der Schule gingen sie zur Uni. Diese ist natürlich nicht um die Ecke, weswegen sie automatisch in ein Mietverhältnis rutschten. Von da dann in ein Appartement, dann zusammen in eine kleine Wohnung. Immer mit großen Kosten verbunden und ohne Sicherheit. Modernisierung, Reparaturen, all das konnte die Miete erhöhen, und die alternative war nur eine andere Wohnung, wieder ohne Sicherheit. Dafür aber mit hohen Kosten verbunden. Kosten mit denen sie sich heute ihr Kleinhaus leisten können. Ein Haus das ihnen gehört, das beweglich ist.

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Das Bild oben zeigt zwei Häuser. Das eine aus den 50ern, das andere aktuell. Beide sind die Durchschnittsgröße aus der Zeit. Und Familien werden eher kleiner als Größer. Im Schnitt. In Deutschland sieht das nicht anders aus. Häuser die heute gebaut werden sind groß, haben viele Räume die teilweise nur ein paar Mal im Jahr genutzt werden.

Auch wir sind von einem Haus mit 6 Zimmern und über 130 qm in eine Wohnung mit vier Zimmern und knapp unter 80qm umgezogen. Auch wir waren und sind noch in den “Mietfalle”. Mein Büro muss bald dem zweiten Kinderzimmer weichen, weswegen ich ein externes Büro suche. Denn Arbeiten zuhause funktioniert wenn man auf einander Rücksicht nimmt. Das machen Kinder aber nicht. Und sollen sie auch nicht müssen. Es ist ja nicht so das sie stören, die spielen halt nur, was dann stört. Alternativen gibt es viele, Coworking zum Beispiel, solange man nur eine Notebook zum Arbeiten braucht. Ich habe jedoch Equipment (Kameras, Schnittrechner, große Monitore, Stative, Kamerakran…uvm) das untergebracht werden muss, weswegen das für mich nicht funktioniert.

Ein weiteres Problem ist ein kleines Stück Land zu finden das bezahlbar ist und die Bebauung mit einem Containerhaus erlaubt. Da haben die meisten Gemeinden nämlich eher was gegen als es gut zu finden. Trotzdem werden wir weiter suchen. Um uns noch weiter verkleinern zu können, auf noch kleinerem Raum. Weil es, solange man Rücksicht aufeinander nimmt, nämlich möglich ist, Sinnvoll ist und weniger Arbeit bedeutet. Das es besser für Umwelt und den ökologischen Fingerabdruck ist mal ausser Acht gelassen.

Containerdorf

Zum Preis einer normalen Mietwohnung hat Luke Iseman ein Grundstück am Hafen gemietet. Darauf stehen eine Menge Container die von ihm und Befreundeten bewohnt werden. Teilweise leben diese auch in Vans oder Wohnmobilen auf dem Grundstück.

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Auch die Container haben nicht mehr als eine Monatsmiete gekostet. Und der Ausbau wird nach und nach vollzogen. Wassertanks zum bewässern der Pflanzen und für die Container wird vom gegenüberliegenden Grundstück mit den Gabelstapler rüber transportiert. Der Defekt gekaufte und von der Gruppe reparierte Gabelstapler war billiger als das legen der Leitung. Strom wird per Solarmodul erzeugt, geheizt, gekühlt und gewärmt wird mit Gas.

Das Video zeigt die andere Herangehensweise an ein Containerhaus. Container aufstellen, einziehen und dann nach und nach einrichten. Und zwar so wie man es braucht.

Quelle: www.boxouse.com

Tiny Houses als Vorbild für die Containereinrichtung.

Tiny Houses stehen rechtlich gesehen in Amerika auf einer anderen Grundlage als es sie in Deutschland gibt. Deshalb sind die Tiny Houses auch eigentlich kein Konzept das in Deutschland Sinn macht. Meist sind die einzelnen Trailer jedoch von der Größe recht nah am 20ft Container, weswegen sich ein Blick in die “Anhängerhäuser” immer wieder lohnt.

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Der Aufbau des “Sherwood Tiny Home” zum Beispiel sollte sich recht einfach auf einen HighCube 20ft Container umplanen lassen. Der ist nämlich sehr Nahe an dem was ein perfekter Grundriss für einen Single- oder Paarcontainerhaus ist.

Bus als Tinyhouse

Das wäre ja auch noch was. Ein Buss der zu einem Kleinhaus umgebaut wurde. Wenn der Fahrtüchtig bleibt ist das sogar das perfekte Haus. Vor allem da man für den Urlaub nichts mehr einpacken muss. Motor an und los.

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Der 40ft lange Bus kommt vom Schrottplatz und wurde für viel Geld modern hergerichtet. Ich würde eher ein wenig mehr für einen alten Bus ausgeben der noch fährt und mehr selber machen und auf Nachhaltigkeit in der Materialwahl setzen. Palettenmöbel und viel vom Sperrmüll oder aus “Zu verschenken”-Gruppen. Dafür aber Mobil.

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Dazu dann noch einen Container der Räume beherbergt die man nicht unbedingt mit auf Tour nehmen muss. Waschraum, Kinderzimmer, Esszimmer, Stauraum. Fertig ist das Haus mit “relativ” viel Platz, das trotzdem noch Mobil ist. Ggf. verbunden durch einen überdachten Aussenbereich (Carport?)?

Indoorcampingplatz

Ein Wohnwagen reicht theoretisch für viele Leute aus um darin zu leben. Eine kleine Holzhütte auch. Wie wäre es also solche Behausungen in einem großen Raum unter zu bringen und somit den Aussenbereich immer vor dem Regen geschützt zu haben. Das haben sich wohl Silke Lorenzen und Sarah Vollmer gedacht als sie ihren Hüttenpalast konzipiert haben.

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Und das Konzept macht Sinn. Und ist ggf. auch für eine Wohnbude adaptierbar. Wie wäre es z.B. ein Grundstück das überdacht ist (alter Parkplatz, ehemaliger Lagerplatz, großer Carport) als überdachten Freiraum zu nutzen der eine Holzhütte, ein Wohnmobil oder einen Container beherbergt. So kann der Aussenbereich besser genutzt werden, da er nur Wind, aber nicht so sehr dem Wetter ausgesetzt ist.

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Alternativ bekommt man ggf. auch eine kleine Halle (ehemalige Werkstatt, Supermarkt) und möchte sie besonders nutzen. Ein paar Holzhütten im Kreis, in die Mitte einen runden Tisch, und in jede Hütte einen anderen Raum. Fertig ist das Hüttendorf als Wohnungsersatz. Auch ein Wohnwagen macht hier dann eine gute Figur. Egal ob überdachter Freiraum oder Halle. Das Beste daran: Wenn der Wohnwagen wirklich genutzt wird ist er immer bereit und “fertig beladen” um spontan in Urlaub zu fahren. Das Zeug das man nicht zum Schlafen, Kochen und Waschen braucht lässt man einfach zurück.

Verkleinerter Container

Bei einem 20ft Container (6m*2.5m) denkt wohl keiner daran nur einen Teil des Platzes zu nutzen. Wenn man unter 10qm Wohnfläche jedoch keine Baugenehmigung braucht ist das ggf. anders. Für Brenda Kelly zumindest. Die hat nämlich genau das gemacht. Der Wohnraum hat gerade mal 4m*2,5m Größe. Bryce von Living Big in a Tiny House hat sie besucht.

kleinerContainer1 Mehr lesen

Kleinsthaus auf Rädern

Auf das Konzept des Willowood bin ich bei Facebook aufmerksam geworden. Es handelt sich dabei um ein klassisches Tiny House auf Trailerbasis. Von der Größe her ist es aber fast perfekt ein 30″ Container (9Meter). Und der Aufbau ist meines Erachtens ein sehr interessanter. Das Loft ist hochgesetzt und ist zusätzlich der Aufgang zur Dachterrasse.

wollowood Mehr lesen

Kleinhaus auf Tour

Guillaume und Jenna touren zur Zeit mit ihrem Kleinshaus auf Rädern durch die Vereinigten Staaten. Dabei sind sie auf Deek, den Autor vom genialen Humble Homes, Simple Shacks, Cozy Cottages, Ramshackle Retreats, Funky Forts: And Whatever the Heck Else We Could Squeeze in Here (Affiliate Link) getroffen. Der hat sich direkt seine Kamera geschnappt und eine Hausbegehung gefilmt. Darin kann man gut den rustikalen Stil erkennen den die beiden aus altem Holz und alten Kisten gezaubert haben.

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Ein Containerhaus für die Oma

Grannyflats, Grossmutter-Apparement nennen Novadeko ihr Containerhaus Milan. Und ich kann mir schon vorstellen das der eine oder andere Amerikaner sich das in den Garten stellt und die Omi darin leben lässt. In der modernen Ikea-Variante sieht das ja auch echt schick aus. Mir hat es aber eher der runtergerockte Look angetan. Und eine Vorlage für das eigene Containerhaus ist nie schlecht.

milan_at_egypt Mehr lesen

Baulücke befüllen

Ob es jetzt ein ehemaliger Durchgang ist, eine Garage zwischen zwei Häusern die abgerissen wird oder eine größere Baulücke die mit einem kleineren Haus bebaut wurde. Baulücken sind eine Option für Kleinhäuser. Ob nun, wie in den Beispiel im Video, nur eine Decke eingezogen wird, oder der Raum mit Containern aufgefüllt wird. Bei Baulücken ab 2,50 bietet sich der Container an. Bei mehr als 3,30 kann der Platz neben dem Container als Treppenhaus benutzt werden.

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