Archive for: April 2013

Strohhaus

Stroh als Baumaterial. Eigentlich nichts neues. Eher andersrum. Die University of Baths testet jetzt gerade aus ob sich Stroh als Baumaterial im Alltagseinsatz durchsetzen könnte.

strohhaus

Im Gegensatz zu vielen anderen Baumaterialien ist Stroh schnell produziert, und in der Ökobilanz nicht das schlechteste Baumaterial. Und da der Bedarf an Dingen dessen Abfall dem Stroh entspricht(Raps->Bioöl z.B.) stetig steigt ist es interessant zu sehen wie das Stroh bei den Tests abschneiden kann. Und für jemanden der sich überlegt sein Haus selber zu bauen ist das definitiv einen Blick wert.

Stroh mag zwar nicht billiger als Steine sein, der Aufbau geht aber um einiges einfacher und schneller vonstatten. Holzrahmen bauen, Stahlstreben rein, Stroh rein, Rigips oder vergleichbares an die Wände geschraubt, fertig ist eine Wand des Micro-Hauses. Das würd’ ich mir sogar zutrauen, und mein handwerkliches Wissen geht nicht über das zusammenschrauben von Ikea-möbeln hinaus…

store hours

Braucht es das Mass an Besitz?

Eine Frage mit der ich mich nicht erst seit kurzem beschäftige. Braucht es das Mass an Besitz? Klar haben wir viel. Und wir benutzen es auch. Mehr oder weniger oft. Oft auch selten. Ich würde nicht sagen das wir zu viel haben, das Haus ist nicht voll gepackt mit Besitz. Trotzdem haben wir viel.

Vorsicht, ich habe Philosophie und ich werde sie anwenden!

Zu viel? Brauchen wir wirklich das alles? Und wenn nicht, könnten wir nicht mit viel weniger aus kommen? Bräuchten wir nicht auch viel weniger Platz? Zum Leben und sich wohl fühlen? Das ist eine Frage die mich schon lange beschäftigt, und mich auch dazu gebracht hat mich mit dem Themenfeld zu beschäftigen. Und genau dadurch bin ich auf das Micro Home Movement gestossen. Weniger ist mehr in seiner reinsten Form. Seltsamerweise sind es aber nur Singles oder Paare die keine Kinder wollen die so denken. So scheint es zumindest. Micro Home Movement mit Kindern? Liest man nichts von. Aber mal ehrlich, nehmt mir alles, aber nicht meine Familie. Wenn es etwas gibt das für mich wertvoll ist dann meine Familie, meine Frau, meine Kinder.

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Bin ich der einzige der so denkt? Kann ich mir nicht vorstellen. Sind andere Familien damit beschäftigt ihre Familie irgendwie durch zu bekommen? Schon eher. Unsere so hoch gelobte westliche Gesellschaft ist nicht gerade dafür gemacht Familien als wichtigen Bestandteil anzusehen. Aber genau deshalb ist es doch um so wichtiger.

Und als klassische Bilderbuch-Familie, Vater, Mutter, ein Sohn (fast 5) und eine Tochter (fast 3) stehen wir zur Zeit so da. Wir wohnen in einem Haus von 135 qm, haben 6 Zimmer plus Küche, Bad und Garten, haben vieles. Wir leben nicht im Luxus, haben aber trotzdem eine Menge an Zeug. Zeug wegen dem wir aus unserer 4 Zimmer Wohnung ausgezogen sind. Weil ich ein Büro brauchte. Trotzdem steht hier wieder alles voll. So nach und nach in den letzten 1 1/2 Jahren. Mal hier was, da ist auch noch Platz, das könnten wir auch noch gebrauchen.

Die Frage ist doch, brauchen wir alles was wir “brauchen” wirklich? Wir haben uns mal die Zeit genommen und sind von Raum zu Raum gegangen und haben aufgeschrieben was wir abgeben könnten ohne das es uns wirklich fehlen würde. Wir haben uns nicht angestrengt, und eine nicht wirklich kleine Liste zusammen bekommen. Wir werden das Zeug mal fotografieren und zum Verkauf anbieten. Nicht um damit Geld zu machen, sondern um uns davon zu entlasten. Danach wird dann noch mal genauer geguckt was von dem Zeug das wir nicht in Betracht gezogen haben nicht auch noch weg kann. Das Ziel ist es kleiner zu werden. Kleiner und Eigentum gegen groß und Miete tauschen. Und da hilft es nichts zu viel Zeug zu haben.

Macht das doch auch mal. Einfach gucken was weck kann.

Palettenmöbel

Hier mal ein Schwung unterschiedlichster Palettenmöbel.Gefunden im www und zur Quelle verlinkt.

palettenmöbel

Wie wäre es zum Beispiel mit einer kompletten Wohnzimmerausstattung? Großer Tisch, Liege, Regal, dem Sessel aus dem Bild da oben, einem Couchtisch?

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Oder mit einem edelen Loungesessel?

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Strandkorb?

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Oder doch lieber eine Palettenbank?

Designer-Paletten-Sessel

Bock auf coole Designersessel, aber keine Kohle? Hier ein kleiner Tipp, Relaxshacks Deek Diedricksen hat ihn gepostet, Pierre Vedel ist der Designer.

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Der Stuhl ist nicht nur aus preiswertem Material hergestellt, sondern vor allem auch ein echter Hingucker. Dazu noch ein doppelt so breites Sofa (kann man sich selber aus der Vorlage planen), richtige Polsterung, fertig.

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Einfache Ragale, dazu noch einen Tisch im gleichen Stil, fertig ist ein sehr geil eingerichtetes Wohnzimmer für das Minihaus. Inspiriert?

Holzhaus zum selber bauen

Das “MD100 Cabin” (Modular Dwelling- 100 Square Feet- an Edgar Blazona design) ist ein berühmt berüchtigtes Holzhausdesign. Schaut es euch an, sieht nicht schlecht aus, oder?

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Das Readymade Magazine hatte die Pläne vor Jahren veröffentlicht, jetzt sind sie als Open Source kostenlos verfügbar.

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Earthships

Heute möchte ich euch mal eine alternative Bauweise für Häuser vorstellen. Und zwar handelt es sich dabei um Earthships.

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Was Earthships sind? Nun, die Wikipedia sagt folgendes dazu:

Als Earthship bezeichnet man Gebäude einer bestimmten Bauweise die nur durch passive solare Wärmegewinne und die Speicherung dieser mittels Masse geheizt oder durch natürliche Luftzirkulation gekühlt werden. Sie zeichnen sich zudem durch die weitestgehende Nutzung natürlicher und recycelter Baustoffe sowie ihre völlige Autarkie hinsichtlich Wärme, elektrischer Energie, Wasser und Abwasser aus.
Besonderes Merkmal ist die Verwendung von Zivilisationsabfällen als Baumaterial. So sind die geschlossenen Nord-, Ost- und West-Wände fast immer aus gebrauchten Autoreifen aufgebaut. Diese sind wie Ziegelsteine im Verbund aufgeschichtet und mit komprimierter Erde gefüllt. Die so entstandene Wand dient als tragendes Bauteil und zudem durch ihre große, meist mehrere Tonnen schwere, Masse als thermischer Speicher. Die der Sonne zugewandte Südfassade ist dagegen fast vollständig verglast. Die hier entstehenden solaren Wärmegewinne werden in den massiven Bauteilen über Tage und Wochen gespeichert, so dass keine klassische Heizung benötigt wird.
Für die autarke Wasserversorgung wird auf der Dachfläche Regenwasser gesammelt und in Zisternen gespeichert. Durch ein ausgeklügeltes System wird jeder Tropfen Wasser vier Mal verwendet. Dadurch ist eine autarke Wasserversorgung selbst in ariden Gebieten mit sehr geringen jährlichen Niederschlagsmengen und ohne weitere Wasserzufuhr von außen möglich. Das Regenwasser wird gefiltert und dient als Trink- oder Spülwasser. Anschließend wässert es ein im Haus befindliches Pflanzbeet und wird dadurch gesäubert. Das so aufbereitete Wasser dient wiederum als Toilettenspülung und wird schließlich über eine Klärgrube in ein weiteres, diesmal neben dem Haus befindliches, Pflanzbeet geleitet wo letzte Verunreinigungen durch die Pflanzen herausgefiltert werden.

Genau. Spannend. Grün. Mein Ding. Der einzige Nachteil den ich sehe ist das bei den Teilen echt groß gebaut werden muss. Das liegt aber an dem Konzept das dem Earthship zugrunde liegt. Ausserdem ist in unseren Breitengrade wohl Tauwasser ein großes Problem.

Einen Arsch voll Links für die weitere Recherche habe ich bei den Wohn-Bloggern gefunden.

Baumhaushotel

Heute möchte ich euch mal etwas ausser der Reihe vorstellen. In der Nähe er deutsch-polnischen Grenze nahe Görlitz gelegen bietet er für den Freund kleiner Häuser und der wilden Natur einiges zu sehen.

Baumhaushotel

Ist keine Werbung, und auch nicht so gedacht. Ich fand das Teil nur spannend und bin der Meinung das es bei Lesern des Blogs genau so sein kann.

Und falls einer von Euch in Erwägung zieht dort hin zu fahren oder gar schon da war, lasst es uns wissen.

Dachpenthouse inklusive Garten

Kopenhagen. In der Hauptstadt Dänemarks ist es eigentlich nur erlaubt 5 Etagen hoch zu bauen. 6 Jahre lang musste der Architekt Julien De Smedt gebraucht um die Genehmigung für sein Bauvorhaben zu bekommen.

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Neben dem Dachgarten, wegen dem ich eigentlich auf Recherche war, ist hier ein versteckter neuer “Bauraum” gefunden. Es gibt ja mehrere Minihäuser die in Bauten auf dem Dach eingezogen sind, aber ein unbebautes Dach zum Bau eines Hauses zu nutzen, die Idee ist mir neu. Man denke an die Möglichkeiten, gerade für Singles oder Paare die keinen Kinderwunsch haben, aber dafür in den hippen Innenstädten wohnen wollen. Und das auf kleinem, bezahlbaren Raum.

So ein Minidachhaus in Madrid oder Rom, och ja….

kyoushou jyuutaku

Oder auf Deutsch, kleine Häuser. Die japanische Kunst Architektur auf kleinstem Raum an zu wenden.

kyoushou-jyuutaku

Ein Bericht von NHK World, einem Sender der englischsprachig aus Asien berichtet beschäftigt sich mit kyoushou jyuutaku, einem Trend in Japan, bei dem kleinste Baulücken mit Häusern bebaut werden. Neben den vorgestellten Exemplaren geht es aber auch darum das diese Kleinsthäuser, im Gegensatz zu früher, als etwas positives angesehen werden. Wo heute immer alle nur größer, größer, größer wollen ist dies eine positive Gegenentwicklung. Wie natürlich schon jeder weiß der sich mit dem Thema beschäftigt.

Kleine Häuser, und hiermit wird es dann philosophisch, mässigen die Bewohner nämlich zu einem sparsamerem, überlegterem Konsum. Solange noch Platz in den Küchenschränken ist kann man ja noch dies und das und noch eine Küchenmaschine kaufen die man nie benutzt. Oder nur einmal im Jahr, und da bräuchte man das Teil auch nicht, aber man hat es ja. Ich kenne das. Wir sind da nicht anders. Wenn aber gerade mal genug Platz für 6 Teller, 6 Tassen und das dazugehörige Besteck da ist, sowie für ein Küchengerät, da überlegt man schon mal welches das genau sein soll. Der Vorteil ist dann natürlich das man auch nicht so viel Geld ausgibt, den man dann in hochwertige oder bessere Sachen stecken kann.

Ich werde wohl mal was mehr über die Philosophie des Tiny Homes Movement sprechen müssen.

Onlinedoku mit Verfallsdatum

Bei Arte+7 läuft zur Zeit “Die Grüne Stadt” Eine Doku. Sollte man sehen.

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VErfallsdatum übrigens wei Arte+7 das Programm noch 7 tage online hält, danach ist vorbei. Sagt nicht ich hätte nicht bescheid gesagt. Gefunden beim Chris seinem Doktorsblog

10qm Lebensfreude

Für ein wenig mehr als 5000US$ die eigenen 10qm Wohnraum auf Rädern. Selbst gebaut.

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ist natürlich alles viel zu klein für eine Familie, und auch so nichts weltbewegendes. Ausser das der Trailer eigentlich mal richtig gut aussieht. Und das ist ja auch was. Ausserdem gibt’s viel Bilder vom Bau und ggf. gibt es ja auch Familien die das hier lesen und einfach nur was für den Ferienwohnsitz brauchen. Weil Abenteuer und Spaß ist das bestimmt darin am Wochenende zu leben :)

Schräge Container

Drei Container übereinander gestapelt. Leicht verdreht damit die offenen Dachteile als Oberlicht benutzt werden können.

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Natürlich geht es in dem hier vorgestellten Haus nicht um ein Haus das auf Containern als Grundgerüst setzt. Trotzdem ist die Idee aber garnicht mal so dumm. Durch das leichte Verdrehen der einzelnen Blöcke gibt es oben einen Freiraum der als Dachfenster, bzw. Oberlicht benutzt werden kann. Ich weiß nicht wie das statisch aussieht, aber da ein Seecontainer eigentlich ein stabiler Kasten ist in dem die Wände nicht wirklich viel zur Stabilität beitragen sollte auch ein verdrehtes aufstellen (wenn der Winkel nicht zu groß ist) kein Problem sein. Und die riesige Treppe aus dem Haus im Video kann man beim Containerhaus bestimmt besser durch eine Wendeltreppe ersetzen.

Ich glaube schon das man Oberlichter auf jeden Fall im Hinterkopf behalten sollte wenn man daran denkt Containerhäuser zu bauen. Denn eines ist sicher, zu viel Licht hat man in einem Container nicht gerade.